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13. Jahrestagung der Gesellschaft für germanistische Sprachgeschichte

Sprachgeschichte und Bildung

vom 20. bis 22. September 2021
Innsbruck, Pädagogische Hochschule Tirol

Call for Papers

Von Bildung ist heute in vielfältigen Zusammenhängen die Rede, doch wird dabei meist nicht berücksichtigt, dass mit dem Begriff „Bildung“ traditionsreiche und vielschichtige Vorstellungen verbunden sind, und je nach Ausrichtung und Interessenlage variieren die Ansichten darüber erheblich, was unter „Bildung“ verstanden werden sollte. In fast allen modernen Bildungstheorien wird als ein Merkmal von Bildung das reflektierte Verhältnis zu sich, zu anderen und zur Welt beschrieben. Bildung bezieht sich, im Gegensatz zur beruflichen oder zweckbestimmten Ausbildung auf grundsätzliche und grundlegendere kulturelle Fragestellungen, denn „ausbilden können uns andere, bilden kann sich jeder nur selbst“ (Bieri 2008, 1).

In der Satzung der Gesellschaft für germanistische Sprachgeschichte heißt es in § 2: „Die Gesellschaft hat das Ziel, die germanistische Sprachgeschichte in universitärer Forschung und Lehre sowie in Schule und Unterricht, aber auch in der gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmung zu unterstützen.“ Die GGSG-Jahrestagung 2021 widmet sich daher erstmals dezidiert dem Kontext von Sprachgeschichte und Bildung. Es wird an eine Auseinandersetzung mit bildungs- und sprachgeschichtlichen, aber auch mit aktuellen, nicht nur didaktischen, sondern sprach-, bildungs- und hochschulpolitischen Fragestellungen, über Curricula, Didaktik, Unterricht und Vermittlung hinaus, gedacht. Ein weiterer Themenbereich könnte Sprachgeschichte und Schule sein, denn Sprachgeschichte und Sprachwandel sind wichtige Themen im Deutschunterricht, spielen bei Abitur- bzw. Maturaprüfungen regelmäßig eine Rolle und sind in den Lehrplänen fest verankert. An der Schnittstelle von Fachwissenschaft und Fachdidaktik sind insbesondere Beiträge aus folgenden Bereichen willkommen:

  • Empirische Beiträge und konkrete Forschungsfragen, die mit quantitativen und qualitativen Methoden untersucht wurden,
  • Gelungene Praxisbeispiele (Best Practices) innovativer Lehr- und/oder Lernformen auf unterschiedlichen Bildungsstufen,
  • Studienkonzepte und geplante Studien,
  • Theoretische Beiträge zu aktuellen fachwissenschaftlichen und/oder fachdidaktischen Diskursen,
  • Sprachgeschichte und digitale Bildung.

Wenn Sie sich mit einem Vortrag beteiligen wollen, bitten wir um die Zusendung eines kurzen Abstracts (in Form einer pdf-Datei) von ca. 1000 Zeichen (zzgl. max. 5 Literaturhinweise) bis zum 15.03.2021 (neu!) an GGSG2021@ph-tirol.ac.at. Das vorläufige Programm wird im März 2021 veröffentlicht.

Call for Papers 2021 (*.pdf)